Journalisten­preis

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Foto: Elena Kaufmann

Preisträger steht fest

Die Thüringer MediaNight am 30. November 2018 im Parksaal im Steigerwaldstadion bietet den festlichen Rahmen für die Verleihung des „Journalistenpreises Thüringen 2018“. Die Jury hat ihre Entscheidung Ende Oktober getroffen. Dem Gremium gehören an (im Foto v.l.n.r.): Boris Lochthofen (MDR THÜRINGEN), Thomas Wagner (Sparkassen- und Giroverband Hessen-Thüringen), Ulrich Sondermann-Becker (Preisträger 2017), Heidje Beutel (DJV Thüringen) und Andreas Postel (ZDF Landesstudio Thüringen). Der Preis, der gemeinsam vom DJV Thüringen und der Sparkassen-Finanzgruppe Hessen-Thüringen verliehen wird, ist mit 2.500 Euro dotiert.

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Uli Sondermann-Becker von MDR THÜRINGEN erhielt den Thüringer Journalistenpreis 2017. (Foto: Paul-Philipp Braun)

Der Thüringer Journalistenpreis 2018

wird wie jedes Jahr im Rahmen der Thüringer MediaNight vom DJV Thüringen und der Sparkassen-Finanzgruppe Hessen-Thüringen verliehen, die ihn auch stiftet. Geehrt werden Medienmacher, die sich durch hervorragende journalistische Leistungen einen Namen gemacht haben und neben ihrem Beruf Zeit und Energie investieren, um der Gesellschaft etwas zurück zu geben. Der Preis wird in diesem Jahr bereits zum 18. Mal verliehen.

Die bisherigen Preisträger und die Jury-Begründungen

2017

Ulrich Sondermann-Becker (Redakteur MDR Thüringen)
Ulrich Sondermann-Becker hat sich nicht nur als Politikjournalist in Thüringen profiliert, sondern setzt mit seinem Engagement als Vorsitzender der Landespressekonferenz (LPK) auch ein deutliches Zeichen für den Qualitätsjournalismus im Allgemeinen. Seit er über die Landespolitik berichtet, gehört der sechsfache Vater der LPK an. Nun schon zehn Jahre führt er sie als Vorsitzender und hat dabei auch keine Angst davor anzuecken, wenn es nötig ist. Ulrich Sondermann-Becker arbeitet sowohl als Journalist als auch als Vorsitzender der LPK immer und in erster Linie für die Leser, Hörer und Zuschauer im Freistaat. Er setzt sich für eine freie, vielfältige Medienlandschaft ein und für einen
Journalismus, der seine Aufgabe der Meinungsbildung ernst nimmt. In der heutigen Zeit sind dieses Engagement und diese Berufsauffassung unverzichtbar.

2016

Marius Koity (Redakteur Ostthüringer Zeitung)
Marius Koity erhält den Journalistenpreis Thüringen 2016, weil er mutig und entschlossen gegen jede Art von Rassismus und Hetze anschreibt – auch wenn er sich damit, wie im vergangenen Jahr, Drohungen und Anfeindungen aussetzt. Er erhält den Preis für seinen beruflichen Einsatz, aber auch für sein gesellschaftliches Engagement. Seine Liebe zur Literatur und zur Sprache gibt er nicht nur als Journalist, sondern auch als Lyriker weiter und hält damit ein Stück Kultur aufrecht, dass gerade für junge Menschen im Alltag selten noch eine Rolle spielt. Er fürchtet sich nicht vor klaren Worten und der Konfrontation, wo sie nötig ist. Ganz besonders, wenn es um Fremdenfeindlichkeit und Hass geht. Mit großer Sorgfalt, aber deutlicher Botschaft schreibt der Journalist, der sich selbst noch heute als Einwanderer bezeichnet, dagegen an.

2015

Martin Debes (Redakteur Thüringer Allgemeine)
Die Sparkassen-Finanzgruppe Hessen-Thüringen und der Deutsche Journalistenverband Landesverband Thüringen ehren den Politikjournalisten für seine brillante Arbeit zur Landtagswahl 2014. Wie kein anderer Journalist in Thüringen begleitete er mit ausgewogenen Analysen, scharfsinnigen Beobachtungen und großer Detailgenauigkeit den politischen Wechsel im Freistaat. Martin Debes bleibt am Ball, auch wenn Zeit- und Arbeitsdruck hoch sind. Er hat die Landtagswahl nicht nur punktuell beleuchtet, sondern vom Wahlkampf bis zur Regierungsbildung mit kritischen Berichten, detaillierten Analysen und meinungsstarken Kommentaren begleitet. Doch nicht nur zur Landtagswahl hat sich Martin Debes als ausgezeichneter Journalist profiliert. Es wird für Journalisten immer schwieriger, sich in ein Thema so einzuarbeiten, es zu verfolgen und es journalistisch so aufzubereiten, wie es Martin Debes mit der Landespolitik macht. Er hat sich stets dagegen gewehrt, zur „eierlegenden Wollmilchsau“ zu werden.

2014

Frauke Adrians (Referentin für Öffentlichkeitsarbeit, Thüringer Ehrenamtsstiftung)
Frauke Adrians erhält die Auszeichnung für Ihre herausragende journalistische Leistung und ihr persönliches Engagement beim Kampf um den Erhalt der Thüringer Orchester während ihrer Zeit als Kulturjournalistin bei der Thüringer Allgemeine. In sorgfältig recherchieren Beiträgen hinterfragte sie kritisch die Einsparpläne der Landesregierung und argumentierte mit Leidenschaft für den Erhalt der Theater- und Orchesterlandschaft im Freistaat. Mit der Verleihung des Hermann-Voss-Kulturpreises der deutschen Orchester, der höchsten Auszeichnung der Deutschen Orchestervereinigung, an die Kulturredakteure der Thüringer Allgemeine und Thüringischen Landeszeitung, fand das Engagement für den Erhalt kultureller Einrichtungen auch nationale Beachtung. Diese Ehrung ist unmittelbar mit dem umfangreichen journalistischen Wirken von Frauke Adrians verbunden.

2013

Carsten Rose (Redakteur Radio F.R.E.I.)
An dem Ort der tatsächlichen Kommunikation in der Erfurter Gotthardtstraße tummeln sich heute ca. 150 Programmmacher, produzieren Sendungen mit großer Breitenwirkung. Das Mitmach-Radio mit offenen Redaktionssitzungen wird eine Instanz für gelebte Demokratie in Erfurt. Sendungen von und mit Menschen aus allen gesellschaftlichen Kreisen sind fester Bestandteil des Programms. Das Studio bietet Raum für politische Diskussionen. Studierende absolvieren Praktika. Zusätzlich zum Radioprogramm werden Lesungen, Konzerte und Theateraufführungen organisiert, die den Sender noch stärker als lokales Forum etablieren. Der Preisträger ist nicht nur eine der Stimmen des Senders und dessen Gründer. Er ist die Seele des Unternehmens.

2012

Dr. Rainer Erices, Axel Hemmerling, Ludwig Kendzia, Michaela Schenk (MDR-Rechercheredaktion)
Neugierig, instinktsicher, gründlich, kommunikativ – das sind Eigenschaften, die ein Journalist mitbringen muss, wenn er zu investigativen Geschichten kommen will. Unsere diesjährigen Preisträger zeichnet aber darüber hinaus noch ein ganz anderes Attribut aus: Beharrlichkeit! Zur Beharrlichkeit gehört, über Jahre hinweg an einem Themengebiet dran zu bleiben. Das beginnt damit, sich mit Leuten zu treffen, Vertrauen aufzubauen, Quellen zu testen und gegenzuprüfen, umfangreiche Recherchen zu tätigen und am Ende festzustellen, dass keine nachrichtentaugliche Geschichte dabei rauskommt. Das ist der Punkt, an dem viele, die für das schnelle Tagesgeschäft arbeiten, bereits aufgeben müssen. Die besonders fleißigen und hartnäckigen Journalisten zeichnet aus, dass sie weitermachen ... Es ist vor allem eine Kunst, sich also Journalist nicht vor einen politischen Karren spannen zu lassen. Diese Gratwanderung, objektiv zu berichten, alle Seiten zu beleuchten und dem Zuschauer bzw. Zuhörer so viel Wissen an die Hand zu geben, dass er sich selbst ein Urteil bilden kann, ist grundsätzlich ein Anspruch an den Journalisten. Die NSU-Terrorzelle, auch Zwickauer Zelle oder Jenaer Trio genannt, stigmatisieren Thüringen, Zwickau und Jena – umso mehr war und ist es für diese Städte, für unseren Freistaat, vor allem auch für unsere Gesellschaft ein Bedürfnis, sich gegen terroristische Aktivitäten, gegen politischen Extremismus und gegen Gewalt zu stellen, im Übrigen nicht nur gegen rechte Gewalt, sondern gegen jegliche Gewalt: von Ausschreitungen im Zusammenhang mit Sportveranstaltungen über salafistische Gewalt bis hin auch zur Gewalt linker Chaoten.

2011

Birgit Kummer (Redakteurin Thüringer Allgemeine)
Professionalität bedeutet für sie nicht, Abstand zu wahren, nicht mitzufühlen. Im Gegenteil. Es entspricht ihrem Wesen, zu helfen, wo Hilfe möglich ist, zu trösten, das Verstehen und Bewältigen zu fördern. Deshalb engagierte sie sich nach dem Amoklauf in Präventionsprojekten und Vereinen wie dem Kinderkunstarchiv. Und sie gab den betroffenen Schülern eine Stimme, eine Plattform, auf der sie sich ausdrücken können: Sie unterstützte lange und mit mehr Engagement als die reine Pflichterfüllung verlangt hätte, die Schülerzeitung des Gutenberg-Gymnasiums. Für ihr großes, soziales Engagement, ihre Leidenschaft und Sensibilität im Beruf, für ihren Mut, ihre Hartnäckigkeit und ihren Willen, nie aufzugeben, ehren wir mit dem Journalistenpreis 2011: Birgit Kummer.

2010

Frank Michael Wagner (Pressesprecher der Stadt Rudolstadt)
Ideen entwickeln, Ideen umsetzen gehören für ihn zum Berufsalltag und er lebt dies mit Leidenschaft. Für ein Projekt schlägt sein Herz besonders. Einmal im Jahr treffen sich Musiker aus der ganzen Welt zum größten Folk-Roots-Weltmusik-Festival Deutschlands in der Thüringer Provinz. Das Tanz- und Folkfest Rudolstadt hat weltweit einen exzellenten Ruf. Dafür steht zuerst eine Agentur. Aber er springt schon mal helfend zur Seite, redet nicht über die kleinen Dinge, die auch zum Gesamtkunstwerk gehören. Aber er spricht voller Stolz von über 70 000 Besuchern jedes Jahr. Da spürt man sowohl den Bürger als auch den PR-Mann. Die Jury ehrt mit einem einstimmigen Votum einen Medienmacher, der seinen Beruf als Berufung empfindet, dessen soziales Denken und Handeln für viele seiner Zunft eine Vorbildwirkung einschließt.

2009

Berthold Dücker (Chefredakteur a.D. Südthüringer Zeitung)

2008

Ioan Cozacu "Nel" (Karikaturist)
In diesem Jahr ehren wir mit dem Journalistenpreis einen der Besten seines Faches. Dabei steht für uns nicht nur die Arbeit selbst, sondern auch die Funktion der Arbeit als Übersetzung der großen Politik in eine einfache und klare Sprache für den heimischen Leser im Mittelpunkt. Gleichzeitig ist die Arbeit geeignet, die Kunde von den Verhältnissen in unserem Lande in die weite Welt hinauszutragen, gewissermaßen als Botschafter für unseren Freistaat Thüringen. Der Preisträger ist ein treffendes Beispiel dafür, dass gute journalistische Arbeit keineswegs zwangsläufig mit dem geschriebenen oder gesprochenen Wort verbunden sein muss. Es geht im wahrsten Sinne gelegentlich „ohne Worte“. Für seine Arbeit braucht er nicht nur Radio und Fernsehen, die Tageszeitung und das Telefon, er benötigt vor allem den Computer, den Stift und manchmal auch Tusche. Mit spitzer Feder bringt er aktuelle Themen visuell auf den Punkt und hält dem modernen Menschen den Spiegel vor. Wo ein Text-Journalist sich um eine ausgewogene Berichterstattung und differenzierte Aussagen bemühen sollte, darf er provozieren, muss er sogar zuspitzen.

2007

Dr. Victor Henle (Direktor a.D. Thüringer Landesmedienanstalt)
Er ist ein hervorragender Repräsentant der Thüringer Medienlandschaft, die durch sein Wirken geprägt wurde - ein Verfechter der Medienfreiheit und ein Mahner für einen verantwortungsvollen Umgang mit Medien. Herauszustellen ist Ihre soziale Kompetenz, die Sie in Ihrer Tätigkeit als Direktor der Thüringer Landesmedienanstalt auszeichnet. Ihrem Engagement ist es zu danken, dass die Vermittlung von Medienkompetenz erstmals als Aufgabe in ein deutsches Mediengesetz Aufnahme fand. Ebenso hoch zu bewerten ist Ihr Einsatz für die Gründung der Medieninitiative 21 zur Entwicklung des Medienstandortes Thüringen und Ihr unermüdliches Engagement für das Kindermedienland Thüringen.

2006

Dr. Ute Gebhardt (freie Fernsehjournalistin)
Geduldige, intensive Recherchen führten zu sechs ehemaligen Buchenwaldkindern, jedes mit seinen bedrückenden Erinnerungen, jedes mit seinen persönlichen Wertungen, jedes mit seiner Art, das Schreckliche ein Leben lang zu verarbeiten. Offen und vertrauensvoll, manchmal unter Tränen, gaben sie der Autorin Auskunft, ließen ein ganz besonderes Zeitdokument entstehen. Erstmals macht Ute Gebhardt darin klar - die Geschichte, die Roman und DEFA-Film „Nackt unter Wölfen“ erzählen, ist keine Dokumentation, auch wenn sie von ganzen DDR-Generationen so aufgefasst wurde. Die wahre Geschichte ist eine andere. Und sie muss weitererzählt werden, vor allem an die Generation, die heute im Unterricht vielerorts immer noch allein mit dem Roman ein Geschichtsbild vermittelt bekommt. Mit der ihr eigenen Hartnäckigkeit kam Ute Gebhardt mit einer zweiten Idee zum Filmstoff ins MDR-Landesfunkhaus - eine DVD-Sammlung für den Unterricht an Thüringer Schulen. Inzwischen steht sie in mehr als 500 Exemplaren zur Verfügung .

2005

Sascha Fromm (Bildredakteur Thüringer Allgemeine)
Es ist der Augenblick, das Außergewöhnliche, die Grenzsituation ebenso wie das Alltägliche, was den diesjährigen Preisträger fasziniert und wofür er ein Gespür entwickelt hat. Er geht auf die Suche nach Menschen, die wir aus den Augen verloren haben. Auf die Suche nach Menschen, die wir zum Teil auch beiseitegeschoben haben, obgleich sie neben uns und unter uns leben. Noch gut in Erinnerung sind die beeindruckenden Bilder von Sri Lanka unmittelbar nach der Flutkatastrophe, die Impressionen aus dem vom Terror traumatisierten Beslan oder der Blick in die Augen der Flüchtlingskinder in Kroatien, Guatemala oder Mosambik. In diesen Fotos erkennt der Betrachter zugleich das soziale Engagement des Bildjournalisten, der seit vielen Jahren mit seiner journalistischen Arbeit Aktionen zugunsten von UNICEF unterstützt. So begleitete er mit seiner Kamera einen Hilfskonvoi nach Kroatien und organisierte Ausstellungen, um auf die Not, das Elend und die Notwendigkeit zur Hilfe aufmerksam zu machen. Mit seinen Bildern spricht er die Gefühle der Menschen ganz im Innersten an, lässt Hilfe erlebbar werden. Auch deshalb stieg er in die Reihe der besten Bildjournalisten Deutschlands auf.

2004

Heinz Stade (freier Journalist)
Der Journalist, den wir heute auszeichnen wollen, besitzt Begeisterungsfähigkeit für Geschichte und Geschichten. Der Drang zur Suche nach Altem, längst Vergessenem, muss ihm wohl in die Wiege gelegt worden sein. Akribisch wie kundig macht er sich auf die Suche. Sein Studium der Journalistik und Literatur hilft dem erfahrenen Feuilletonisten dabei. Die Ergebnisse seiner Recherchen finden sich in zahlreichen Monografien und Broschüren zu Thüringen und Erfurt wieder. Entstanden ist vor allem eine 500 Artikel umfassende Serie in der Thüringer Allgemeine über Denkmalschutz und Denkmalpflege. Den Lesern brachte er nicht nur das Thema nahe – ohne dabei kritische Aspekte auszuklammern. Auf diese Weise gab er ihnen ein Stück Identität und Stolz wieder. Und brachte selbst Denkmalschutzverantwortliche zum Nachdenken. Manch Vergessenes, schon zum Abriss vorgesehenes Gemäuer erstrahlt nun wieder im alten Glanz.

2003

Jens Becker (Filmregisseur)
Wir haben uns für Jens Becker entschieden, weil er über seine Arbeit als Regisseur hinaus die Schüler und Lehrer des Gutenberg-Gymnasiums maßgeblich unterstützt hat. In der Zeit des großen Medienrummels stand er den Schülern zur Seite, informierte sie über ihre Rechte und Möglichkeiten beim Umgang mit Reportern und Kamerateams. Er half den Opfern, trotz mancher Aufdringlichkeit einzelner Journalisten, für die Belange der Medien aufgeschlossen zu bleiben. Er begleitete als Referent das Fach Medienkunde am Gutenberg-Gymnasium und realisierte in den 10. Klassen ein Filmprojekt zum Thema "Sinn des Lebens und Tod", das den Schülern auch bei der Traumabewältigung half. Im Kurs entstanden fünf Filme, vom Drehbuch bis zum Schnitt, von den Schülern selbst unter Anleitung von Herrn Becker gefertigt. Die Episodenfilme wurden im April hier in Erfurt der Öffentlichkeit präsentiert. Es war diese nicht alltägliche Kombination von anspruchsvoller journalistischer Arbeit und sozialem Engagement, die die Jury überzeugt hat.

2002

Prof. Kurt Morneweg (Direktor a.D. MDR Landesfunkhaus Thüringen)
Ihr Name, Herr Prof. Morneweg, steht nicht nur für den organisatorischen Aufbau des Mitteldeutschen Rundfunks, sondern auch für eine Vielzahl von Projekten: Sie haben sich immer dafür eingesetzt, dass die thematische Breite des Programmangebots nicht leidet, dass Platz für Experimente bleibt und dass kulturelle Inhalte einen angemessenen Raum erhalten. Die Jury ist zu dem Ergebnis gekommen, dass Sie im Blick auf Ihr Lebenswerk und hier insbesondere unter Berücksichtigung der über zehn Jahre in Thüringen – in einer Lebensphase, in der andere sich schon längst in den Ruhestand verabschiedet haben – in herausragender Weise die Kriterien für die Vergabe des Journalistenpreises verkörpern. Sie sind für viele jüngere Journalisten und Medienmanager ein Vorbild.

2001

Birgit Vogt (Chefredakteurin der ersten Straßenzeitung Thüringens "Die Brücke")
„Die "Brücke" ist die erste Straßenzeitung Thüringens. Sie hat einen festen Platz in der Erfurter Medienlandschaft gefunden und besitzt ein unverwechselbares Profil. Dabei hat sich Birgit Vogt besondere Verdienste erworben. Die "Brücke" wird bei den Kollegen der Tages- und Wochenzeitungen ebenso gelesen wie in den Ämtern und Ministerien. Auch dieses Leseverhalten schlägt Brücken. Genannter Straßenzeitung ist ein hoher Qualitätsanspruch eigen. Wer Birgit Vogt kennt, weiß, dass sie ihr Handwerk beherrscht, auch im dicksten Stress keine Abstriche duldet, noch mal an der Überschrift feilt, gründlich Korrektur liest.